Sonntag, 2. April 2017

Pacto com Deus

Heute morgen sind wir alle viel erholter wach geworden als gedacht - Joao Pedro hat am Abend (oder in der Nacht) den armen Hund befreit und zu den Nachbarn gegeben, die sich dann um ihn gekümmert haben.
Wir wollten dann nach dem Frühstück an den Strand gehen, und haben uns kurzfristig für den Strand in Pau Grande entschieden. Da Tobi seit gestern Ohrenschmerzen hat, wurde das mit dem Baden allerdings für keinen von uns was. Wir haben uns dann in den Sand gelegt, Tobi hat Muscheln gesucht und wir haben uns ein wenig entspannt. Ana Maria war auch dabei, und sogar Acacio, Amanda und Nicacio kamen mit dem Auto vorbei.
Als wir dann vom Hunger getrieben irgendwann wieder zurück nach Hause gegangen sind, war es schon 3 Uhr am Mittag. Unser Mittagessen gab es dann also mit dem Kaffee dazu (eigentlich gibt es immer gegen 1 Uhr Mittagessen und um 4 Kaffee und Brötchen oder manchmal Kuchen).
Nach dem Mittagessen haben wir noch ein wenig rumgelegen, und dann angefangen uns zu duschen und fertig zu machen. Abends um halb 7 wollten wir mit Jo und der Familie in die Kirche fahren.
Die Kirche hier ist wirklich sehr sehr ähnlich wie in Amerika. Sie sind Baptisten, also eine Art von evangelisch. In einem großen Raum waren Stühle aufgestellt, vorne gab es eine Art Bühne wo links die Musikgruppe gespielt hat, es haben 4 oder 5 Männer und Frauen vorgesungen (Jo auch) und vorne stand ein Pult für den Priester. Die Messe begann mit Musik und sehr antizipativen, modernen Liedern. Der Text wurde an die Wand vorne projiziert und die Leute haben alle aus vollem Herzen mitgesungen. Dann hat der Priester eine ganze Menge geredet (er war mit seinem Mikrophon wirklich sehr laut, und da gefühlt der ganze Raum aus Marmor war, hat es unglaublich gehallt. Dementsprechend war es für uns sehr sehr schwer bis unmöglich etwas zu verstehen).
In dieser Kirche, der 1a Igreja batista em Piuma, gibt es 8 Priester - für jede Gelegenheit einen anderen. Das ist aber laut Acacio auch für hier besonders, das haben die anderen Kirchen anscheinend nicht. Dann waren Kinder und Erwachsene getrennt. Im hinteren Teil der Kirche waren zwei Räume, einmal für Babys/Säuglinge und einmal für Kleinkinder. Nicacio und Amanda waren in einem ganz anderen Gebäude, wo sie auch so eine Art Kirche hatten glaube ich. Wenn ich alles richtig verstanden habe, ist das Jahr hier wie in Amerika in Projekte aufgeteilt, in denen sich die Kirche immer mit etwas anderem beschäftigt. Außerdem gibt es "Hausaufgaben" auf, die aber natürlich freiwillig sind. Für diese Woche waren es unter anderem alle Galater- und Epheserbriefe lesen und für eine Woche auf rotes Fleisch verzichten (ich bin mir nicht ganz sicher, ob das im Rahmen des Themas momentan oder der Fastenzeit ist. Auf jeden Fall gibt es jede Woche etwas anderes, worauf man verzichten "soll" - letzte Woche war es Brot, diese Woche rotes  Fleisch).
Die Kirche hat schon relativ lang gedauert, bis kurz nach 9 glaube ich. Danach waren wir alle wirklich hungrig, und sind in einer Pizzeria in Piuma gefahren.
Als wir wieder zuhause waren, war es schon 11 Uhr. Tobis Mutter und Ana Maria waren also schon längst am schlafen, und auch wir legten uns direkt hin.




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