Dienstag, 4. April 2017

Ruhiger Tag

Heute hatten wir wieder einen wirklich ruhigen Tag. Tobis Mutter hat Magenschmerzen, und deswegen nicht so viel Lust viel zu machen. Wir haben also ausgeschlafen, gefrühstückt und dann ein wenig zusammen die Zeit verbracht. Die Sonne hat sehr schön geschienen. In Deutschland wäre ich bei dem Wetter direkt spazieren gegangen, aber davon abgesehen, dass wir hier nicht alleine spazieren gehen dürfen, ist hier die Landschaft auch irgendwie nicht dafür geschaffen - die Straßen hier sind alle so steil, dass man nach drei Straßen wieder umdrehen könnte und es definitiv nicht entspannend wäre.
Tobias und ich haben dann das Fenster weit geöffnet um die Sonne und die leichten Briesen zu genießen, haben uns auf das Bett gesetzt und Karten gespielt. Tobi hat hier von Maicon ein neues Spiel gelernt, welches er mir gezeigt hat. Es ist ein klein wenig so wie Spades aus den USA, nur ein wenig anders.
Zum Kaffee kam Amanda rüber und hat uns eingeladen, bei ihr zuhause mit Jo etwas zu essen. Wir sind dann rüber gegangen, Tobis Mutter war auch schon da. Irgendwie kamen wir auf das Thema Makeup/Nagellack. Jo ist Mary Kay Vertreterin (so wie Tuppermensch, nur mit Mary Kay Schminke). Außerdem hat sie suuper viel Nagellack und Aufkleber etc, und so hat sie mir aus Spaß zwei Aufkleber auf die Finger gemacht. Außerdem wollte sie Tobis Mutter und mir die Augenbrauen zupfen, da hat Tobis Mutter allerdings ziemlich direkt die Flucht ergriffen. Mir hat sie dann die Augenbrauen gemacht, und sie macht das ganze wirklich ziemlich gut. Hier in Brasilien, wo die meisten verheirateten Frauen gar nicht arbeiten, ist Mary Kay für sie eine gute Möglichkeit von zuhause etwas zu machen.
Gegen 4 Uhr wollten wir mit Ana Maria und Ivaneth zusammen nach Piuma gehen, um dort ein paar Souvenire zu kaufen. Wir sind zu Fuß gegangen, da leider kein Auto da war. Der Weg hat ungefähr eine halbe Stunde, vielleicht etwas länger gedauert, war aber ganz angenehm, da er ziemlich eben war. In Piuma haben wir dann ein Medikament für Tobis Mutter gekauft und sind dann weiter zum Strand in der Hoffnung, dass uns dort die Souvenirläden überraschen würden. Zu unserer großen Enttäuschung waren fast alle geschlossen, und in den wenigen offenen gab es absolut nichts schönes.
Wir haben dann noch etwas in Piuma gegessen und uns dann zu Fuß auf den Heimweg gemacht. Es war schon dunkel, und da Ana Maria nicht mehr allzu gut zu Fuß ist hat der Heimweg auch etwas gedauert.
Wieder zuhause wurden wir von Maicon und Suelen begrüßt. Wir haben dann noch ein wenig Karten gespielt, sind aber bald duschen gegangen und haben uns hingelegt. Wenn wir in Piuma auch nichts gefunden haben, war der Ausflug dennoch ein gutes Training und Bewegung.

Witzige Seitennotiz: Im Laufe des heutigen Tages wurde die Straße schräg gegenüber von Ana Marias Haus aufgerissen - wahrscheinlich muss irgendetwas repariert werden, keine Ahnung. Auf jeden Fall haben die Brasilianer eine ganz einzigartige Art, die Baustelle abzusperren:

Kann man so machen

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