Montag, 27. März 2017

Ein Tag in Marataízes

Heute sind wir für einen Tag zur Tante von Tobis Mutter und damit Schwester von Tobis Oma gefahren. Nach langem hin und her wollten wir um halb 8 los fahren; Bruna hatte sich freundlicherweise bereit erklärt uns mit dem Auto zu fahren, so mussten wir nicht mit dem Bus fahren. Da sie dann aber morgens noch zum Arzt musste (sie ist im 6. Monat schwanger) ging es dann doch erst gegen halb 9 los.
Alle ins Auto gepackt ging es dann los nach Marataizes. Hier in Brasilien muss man sich auf dem Rücksitz nicht anschnallen und es ist den Leuten wohl auch ziemlich egal, wie man die Menschen hinten im Auto stapelt. So sind wir zu viert auf dem Rücksitz gefahren, was zwar echt eng war, aber dank Tetris passte. Wir fuhren etwa eine Stunde. Tobis Großtante (+ Familie) wohnt auf dem Land außerhalb von Marataizes. Bis in die Stadt kannte Bruna den Weg, danach mussten wir uns nach dem Weg erkunden. In Mitten von Ananasfeldern fanden wir dann das Haus (okay, es gab natürlich auch ein paar Nachbarn, aber es war schon ziemlich ländlich).
Wir wurden direkt groß begrüßt: von der Schwester von Tobis vovó (Oma), ihrer Tochter und noch zwei Söhnen. Über den Tag verteilt kamen da noch eine Tochter und noch ein Sohn und zwei (oder drei?) Enkelkinder dazu.
Die Häuser waren umgeben von allem möglichen Obst - es gibt nicht viel, was bei denen nicht auf den Bäumen oder Sträuchern wächst. So gab es riesige Kokosnusspalmen (im Laufe des Tages hat Tobi sogar eine Kokosnuss auf dem Boden gefunden, die noch gut war und aus der wir das Kokoswasser trinken konnten), Papaya-, Maracuja- und Mangobäume, ein riesiger Avocadobaum (zumindest haben wir nur einen gesehen), Maniok, Acaì, Chili,ganz ganz viel Ananas und noch wirklich viel viel viel mehr. Außerdem gab es auf dem Gelände natürlich auch drei Hunde, von denen der eine Tobi hieß :D
Wir haben viel Zeit damit verbracht, uns mit allen zu unterhalten und das Gelände zu erkunden. Besonders Tobias hatte dabei wirklich Spaß. So konnte er live dabei zusehen, wie der Mann von seiner Großtante mit seinem Sohn Zuckerrohrsaft aus Zuckerrohr gepresst hat.Wir waren mit Luana und Neves hierher gefahren und ich glaube, dass auch sie schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr hier waren.
In der Nähe, etwa 5-10 Minuten entfernt neben dem Strand, befindet sich die Lagoa do Siri, ein See, der im Sommer wohl maßlos überfüllt ist. Gegen Nachmittag, nach einem köstlichen Mittagessen sind wir mit zwei Cousinen und einem Cousin von Tobis Mama dort hingefahren und haben einige Fotos gemacht. Brasilianer machen wirklich, wirklich gerne Fotos. Auf dem Rückweg wollten wir eigentlich in einem Dorf auf dem Weg anhalten, wo das Elternhaus von Tobis Oma steht und auch noch Geschwister von ihr wohnen, aber von denen war leider keiner zuhause.
Zurück auf dem Gelände durften wir ganz viel Obst sammeln, welches wir mit nach Piuma nehmen durften. Dafür ist der Cousin von Tobis Mama zum Beispiel auf dem Avocado- oder dem Orangenbaum rumgeklettert und hat das Obst von oben runtergeschlagen.
Als wir uns auf den Weg zurück gemacht haben, hatte es schon angefangen dunkel zu werden. Auf dem Weg sammelten wir noch Joao Pedros Arbeitssachen auf (der Strand, an dem er und Maicon Rettungsschwimmer sind, lag direkt auf dem Weg).
Zurück bei Ana Maria gab es Abendessen, viel zu erzählen und vor allem waren wir alle super müde.


hier wird gerade Zuckerrohrsaft gepresst

Maracuja

Limette

Maniok

Bananen

Acaì

Tobi und Tobi

Chili

Ananas

die heilige Avocado

Tobi mit seiner Großtante

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen