Freitag, 17. März 2017

(Vorerst) letzter Tag in Serra

Heute war unsere vorerst letzter Tag in Serra (ja, mir ist vor ein paar Tagen aufgefallen, dass wir eigentlich genau genommen gar nicht in Vitòria, sondern in der Nachbarstadt Serra sind). Nachdem wir für unsere momentanen Verhältnisse lang geschlafen haben (kurz nach 8), haben wir wieder leckere Sandwiches und Brötchen mit Avocado (die Avocados hier sind so groß!!) gefrühstückt und danach ein bisschen die Seele baumeln lassen. Tobis Kleincousinen und -cousins waren heute morgen wieder in der Schule/auf der Arbeit, aber relativ bald ist Higor gekommen und wir haben ein wenig geschwätzt.
Und dann gab es auch schon wieder Mittagessen... Verrückt! Wir werden hier wohl total zunehmen :D nach dem Essen ist Tobis Mama zum Friseur gegangen, und dann sind wir mit Higor, Stephanie und Luana an den Strand von Serra gefahren. Higor ist gefahren, und da er (so wie ich das verstanden habe) noch nicht so lange den Führerschein hat, war die Fahrt ziemlich ruckelig und nervenaufreibend (ich glaube, hier ist die Fahrschule nicht so wie bei uns und die Voraussetzungen für den Führerschein nicht vergleichbar...). Es sei ihm verziehen ... gruselig war es dennoch.
Der Strand war ganz süß, aber jetzt nicht soo schön. Es war zwar warm, aber suuper windig. Stephanie ist dann schwimmen gegangen, Higor und Tobi haben am Strand nach Krabben gesucht und seine Mama, Luana und ich haben uns an den Strand gesetzt. Einmal sind die Jungs mit einer wirklich recht großen Krabbe zurück gekommen, die sie uns zeigen wollten. Die hat dann Higor in den Finger gezwickt :D dann waren die zwei auch noch schwimmen.
Wir sind so ungefähr zwei Stunden am Strand geblieben, bis es wirklich ein wenig frisch wurde mit dem Wind und wir uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht haben. Mitten auf dem Weg zurück wurde uns dann die Straße abgeschnitten - einige Männer hatten Autoreifen quer über die Straße gelegt und angezündet, aus Protest gegen irgendwas. Es hat unheimlich gestunken und sah wirklich ein bisschen gefährlich aus. Wir mussten also einen ziemlichen Umweg nach Hause fahren - der arme Higor :D
Zuhause angekommen sind wir erstmal duschen gegangen. Da es so windig gewesen war, waren wir am ganzen Körper voller Sand.
Eigentlich wollte Tobis Mama mit uns im Laufe unseres Urlaubs hier noch nach Rio fahren um den Zuckerhut zu sehen. Darum habe ich mich heute Abend mit Higor hingesetzt um nach Flügen und einem Hotel für zwei Tage zu suchen. Einige Zeit und einige graue Haare später haben wir dann aufgeben, weil immer irgendetwas nicht geklappt hat. Schade, das wird wohl nichts mit Rio.
Zum Abschluss des Tages sind wir alle zusammen in eine Bar mit Live Musik gefahren, haben dort ein wenig gegessen und getrunken und den Tag ausklingen lassen.

Morgen früh fahren wir schon um 7 Uhr nach Iriri, dem Heimatdorf von Tobis Mama. Das heißt, dass wir schon wirklich früh aufstehen müssen 🙈

Ein paar neue Eindrücke und Erkenntnisse: in Brasilien muss man sich auf dem Rücksitz im Auto nicht anschnallen, und die Leute fahren einfach verrückt. Es ist wirklich gruselig 😄 die Taxis sehen aus wie unsere Polizei Autos. Brasilianer achten nicht besonders gut auf die Umwelt - in Deutschland gibt es bald keine Plastiktüten mehr, aber hauptsache hier zünden sie Autoreifen an 😏
Paare tragen hier alle Ringe. Wir wurden jetzt schon so oft gefragt, warum wir keine Ringe zusammen haben. Außerdem wird hier unglaublich früh geheiratet und Kinder bekommen. Tobis Cousins und Cousinen sehen alle noch so jung aus und sind höchstens Mitte 30, haben aber schon Kinder zwischen 15 und 19.
Und mir wurde von fast jedem bis jetzt gesagt, dass ich Tobis Kleincousine total ähnlich sehe ... Irgendwie ein bisschen komisch 😅

Es sind noch so viel mehr Sachen, aber gerade fällt mir nicht mehr ein 😄 ich gehe jetzt wohl besser schlafen, morgen müssen wir schon ganz früh auf den Beinen sein. Gute Nacht!

Tobi und Higor haben einen Krebs gefangen

Tobias und Stephanie im Meer

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